Should euthanasia be legalised?

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At 19:30 CET on Thursday the 12th November 2015, Freiblick presented a debate on the matter of assisted suicide.

This debate was one of the Institute of IdeasBattle of Ideas‘ International Satellites and took place in German and a German-language recording of the debate can be found on this page.

Topic / Speakers / Location / Recording / Accompanying screening

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About this debate:

As yet, assisted suicide remains illegal in Germany, however, what happens when a seriously ill or badly injured individual wants to die and is unable to do so of their own accord? Should doctors and others be allowed to help assist those seriously ill or injured patients who wish to end their lives, and, if so, in which circumstances and under what conditions should this be permitted? In Novermber 2015, the Bundestag [German Federal Parliament] will look to address precisely these questions.

Both the opponents and supporters of assisted suicide cover a wide cross party spectrum and the suggestions currently on the table are similarly varied, ranging from a complete ban to a full legalisation of assistance. The one side raises concerns about a watering down of ethical principles, whereas the other argues that it’s surely finally time to allow people to decide themselves whether or not they wish to continue living in pain.

Opponents of a liberalisation of the present legislation say that they encourage facilitating assistance of the dying, but not the assistance of death itself. They say that palliative medicine and other means of assistance fully suffice. Supporters of assisted suicide, however, counter by stating that, while the practice remains illegal, those who are seriously ill and suffering are left with no choice other than to go through the misery of committing suicide alone or to encourage the criminalisation of someone close to them. Supporters are also keen to point out that a majority of the population appears to be behind a relaxation of the current legislation.

Clearly, euthanasia is a highly complex issue and the president of the Bundestag, Norbert Lammer (CDU), says that the plans for reforming the rules around assisted suicide are amongst the most demanding and the most complicated of the legislative undertakings in the current electoral period. Yet, why is it that this particular issue has suddenly grown in importance? Should we have the right to determine our own deaths and how does the concept of a right to die relate to our other rights to self-determination?

Recording of the evening:

Speakers:

Professor Monika Frommel – Jurist and former Director of the Criminological Institute, Christian-Albrechts-University, Kiel

Barbara Hackenschmidt – Member of Parliament for Brandenburg, 2004-2014 and again as of 01.11.2015

Prof. Dr. Boris Kotchoubey – Institute for Medical Pyschology, University of Tübingen

Dr. Kevin Yuill – Senior Lecturer in the Department of History, University of Sunderland; Author of Assisted Suicide: the Liberal, Humanist Case against Liberalisation

Moderator:

Kolja Zydatiss – Editor, NovoArgumente

This debate was produced by Sabine Beppler-Spahl. Sabine is a board member of the Freiblickinstitut e.V and the CEO of Sprachkunst36.

After the debate:

After the debate, there was a screening of The Farewell Party (in Hebrew with German subtitles). Click here to see a trailer of the film.

This debate took place with the support of the Tilsiter Lichtspiele cinema and as part of the Battle of Ideas

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Sollten wir die Sterbehilfe legalisieren?

Um 19:30 CET am Donnerstag der 12. November gab es eine Freiblickinstitut Debatte über die Legalisierung von Sterbehilfe.

Diese Debatte fand in deutscher Sprache und den Räumen des Kinos Tilsiter Lichtspiele in Richard-Sorge Str. 25a, 10249 Berlin-Friedrichshain als ein Satellite Event des Insitute of Ideas Debattenfestivals Battle of Ideas statt. Auf dieser Seite können sie sich eine deutschsprachige Aufnahme des Abends anhören. 

Thema / Redner / Ort / Aufnahme / Anschließende Aufführung

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Über die Debatte:

Bisher ist es in Deutschland verboten, jemanden auf Verlangen zu töten. Doch was ist, wenn ein Schwerkranker dies möchte? Sollte es Ärzten und anderen erlaubt sein, beim Sterben zu helfen. Wenn ja, unter welchen Bedingungen? Diese Frage will der Bundestag im November regeln.

Die Vorschläge reichen dabei von einem vollkommenen Verbot des sogenannten „assistierten Suizids“ bis hin zu seiner kompletten Legalisierung. Die einen warnen vor dem Aufweichenethischer Prinzipien. Die andern fordern, es müsse endlich erlaubt sein, über den eigenen Todselbst zu bestimmen. Gegner wie Befürworter kommen aus allen Parteien und weltanschaulichen Richtungen.

Man wolle, so ein Statement der Gegner „eine Begleitung in den Tod“ fördern, aber nicht eine “Beförderung in den Tod”. Palliativmedizin und andere Hilfe reichten aus, um das Sterben erträglicher zu machen. Die Befürworter halten dagegen, dass Schwerkranke ansonsten nur die Option eines Selbstmordes hätten, statt in Würde sterben zu dürfen. Sie verweisen darauf, dass eine Mehrheit der Bevölkerung für eine Lockerung des Verbots sei.

Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) bezeichnet die Pläne zur Neuregelung als eines der anspruchsvollsten und schwierigsten Gesetzesvorhaben in dieser Wahlperiode. Doch weshalb hat die Debatte überall in Europa so stark an Bedeutung gewonnen, obwohl das Sterben seit jeher Teil des menschlichen Lebens war? Gibt es ein Recht, über den eigenen Tod zu entscheiden? Gibt es überhaupt ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben, das direkt aus dem Recht auf eigene Lebensgestaltung abgeleitet werden kann?

Aufnahme des Abends:

Redner:

Professor Monika Frommel – Jurist; ehemalige Direktorin des Instituts für Kriminalwissenschaften, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Barbara Hackenschmidt – Abgeordnete im Landtag von Brandenburg, 2004-2014 und wieder ab dem 01.11.2015

Prof. Dr. Boris Kotchoubey – Institut der medizinischen Pyschologie, Tübingen Universität

Dr. Kevin Yuill – Senior Lecturer, Institut für Geschichte, University of Sunderland; Autor von Assisted Suicide: the Liberal, Humanist Case against Liberalisation

Moderator:

Kolja Zydatiss – Editor, Novo Argumente

Diese Debatte wurde von Sabine Beppler-Spahl gestaltet. Sabine ist Vorsitzende vom Freiblickinstitut e.V und CEO von Sprachkunst36.

Im Anschluss um 21.00 Uhr zeigte das Kino den Film:

AM ENDE EIN FEST (OmU)

Eine Gruppe von Senioren hat sich im Altersheim um den 72-jährigen Yehezkel, einen Tüftler und Erfinder, zusammengeschlossen: Sie wollen Max, einem schwerkranken Freund, helfen das Sterben zu erleichtern. Zusammen mit einem pensionierten Tierarzt, der die Beruhigungsmittel besorgt, und einem ehemaligen Polizisten, der die Beweise verwischen soll, suchen sie nach dem besten Weg, um Max’ Wunsch zu erfüllen. Da keiner sich tatsächlich dazu überwinden kann, Max zu töten, baut Yehezkel eine Maschine, mit der der Sterbende sich selbst töten kann.

Bald schon ist diese Maschine in aller Munde und Menschen aus ganz Jerusalem strömen zu dem Altersheim, um ihre Liebsten von ihren Leiden zu befreien. Anfangs noch zögernd, geben Yehezkel, seine Frau Levana und Dr. Daniel bald dem Andrang der Sterbewilligen nach und die eingeschworene Truppe macht sich auf, um letzte Wünsche zu erfüllen. Währenddessen verschlechtert sich der Zustand von Levana, Yehezkels Frau, die an Alzheimer leidet, und bald muss Yehezkel selbst eine Entscheidung treffen.

Einen der erfolgreichsten israelischen Filme der letzten Jahre hat das Regie-Duo Sharon Maymon und Tal Granit geschaffen, der mit großer Leichtigkeit Worte und Bilder für etwas findet, das sich so oft der Darstellung entzieht. Ihnen gelingt eine wunderbar schelmische Komödie über das Abschiednehmen, die jedem das Herz erleichtern wird.

“Ein berührender Film über die Liebe und das Leben”. Frankenpost

“Die Zuschauer werden schallend lachen und mit einem breiten Lächeln aus dem Film kommen”. Screen International

http://www.am-ende-ein-fest.de

Diese Debatte fand mit Unterstützung des Kinos Tilsiter Lichtspiele und als Teil der Battle of Ideas statt.

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Location / Ort: